
Wuwei-Theater Frankfurt
Theater in Mainhatten
Auch wenn auf dieser Seite experimentelle Theater beleuchtet werden, die viel zur kulturellen Vielfalt von Frankfurt am Main beitragen, sollen die Städtischen Bühnen nicht zu kurz kommen. Sie sind die örtlichen kommunalen Theaterbetriebe und gleichzeitig die größten innerhalb Hessens. Sie gliedern sich in die beiden künstlerisch selbständigen Bereiche, die Oper Frankfurt sowie das Schauspiel Frankfurt. Letzteres deckt die Sparte Sprechtheater ab und wird seit kurzem durch Oliver Reese geleitet. Die Räumlichkeiten des Opern- und Schauspielhauses sind die Spielstädten des Schauspieles Frankfurt. Eine zweite Spielstätte befindet sich an der Schmidtstraße und ist ein stillgelegtes Fabrikgebäude.
Im Jahre 1782 wurde mit dem Frankfurter Commedienhaus das erste städtische Theater am Roßmarkt eröffnet. Das Haus wurde bald zu klein für die ständig wachsende Zahl von Zuschauern und so wurde der Bau eines großen neuen Schauspielhauses beschlossen. Mit seiner Jugendstilfassade wurde es schließlich im Jahre 1902 eröffnet. Es zählte sehr bald zu den wichtigsten Bühnen Deutschlands. In den 20 er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erlebte es eine Blütezeit. Ab 1920 wurde es auch Teil der Städtischen Bühnen. Diese allerdings wurden in der Nazizeit gleichgeschaltet. Viele jüdische Künstler wurden vertrieben und die Bühnen erlebten ihren künstlerischen Niedergang, die Besucherzahlen gingen deutlich zurück.
Während des 2. Weltkrieges wurden das Neue Theater und das Opernhaus durch Bomben zerstört. Das Schauspielhaus wurde sehr schwer beschädigt. Deshalb fanden Aufführungen nach dem Kriege zunächst in einem Saal der Wertpapierbörse statt. Ende der 50 er/Anfang der 60 er Jahre wurde das Schauspielhaus neu aufgebaut, um bei einem Großfeuer im Jahre 1987 vollständig auszubrennen. Etwas besser erging es dem Opernhaus, das in der zweiten Hälfte der 70 er Jahre wieder aufgebaut wurde. Mit den Städtischen Bühnen ist es als Alte Oper aber weder künstlerisch noch organisatorisch verbunden.
